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Burg und Stadt Stolpen

Burg und Stadt Stolpen: Übersicht

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Westseite der Burg Stolpen Auf einer Basaltkuppe (357 m ü. NN) an der geologischen Grenze zwischen der Lausitzer Granitplatte und dem Elbsand­steingebirge steht weithin sichtbar die Burg Stolpen, eine spätmittelalterliche Ab­schnitts­burg mit vier Höfen. Sie diente als Grenzfeste und Sitz der Meiß­ner Bischöfe, als kurfürstliche Burg und schließlich als sächsi­sche Landesfestung.

Der Name der Burg ging aus dem slawischen Wort stolpy (Säulen) hervor, was sich auf die im Ge­biet der Stolpener Basalt­kuppe zutage tretenden Basaltsäulen bezieht. Auch die Burg selbst wurde überwiegend aus dem örtlichen dunklen Basalt gebaut.

Bild: Westseite der Burg Stolpen mit dem Siebenspitzenturm


Basaltsäulen im 2. Hof der Burg Stolpen
Burg Stolpen, Schlossstr. 10, 01833 Stolpen
www.stolpen.de
www.burg-stolpen.de
Stolp(n)ersteine - Stolpen und der Basalt
www.stadtwache-stolpen.de
www.burgmodell-stolpen.de.vu



Bild: Basaltsäulen im 2. Burghof


Vor etwa 25 Mio. Jahren (im Tertiär) stieg basaltisches Magma durch einen Spalt im Lausitzer Zweiglimmergranodiorit an die Erdoberfläche und bildete beim Abkühlen Säulen mit meist fünf oder sechs Kanten, aber auch Krüppelsäulen und plattige Formen. Diese heute als Naturdenkmal (Typuslokalität für alle Basalte, Nationales Geotop) geschützte geologische Formation fand unter allen europäischen Basaltvorkommen die früheste Erwähnung. Die erste wissenschaftliche Beschreibung der Basalt­säulen stammt vom berühmten Mineralogen und Bergwerkskundler Georgius Agricola aus dem Jahr 1546. Im Jahr 1790 besuchte Johann Wolfgang von Goethe Stolpen, um diese Basaltgebilde zu studieren. Er vertrat die (falsche) Ansicht, dass Basalt auf Ablagerungen im Meer zurückzuführen sei (Neptunisten-Plutonisten-Streit). Eine Dauerausstellung auf der Burg widmet sich der interessanten Geologie des Stolpener Gebietes.



Anna Constanze Reichsgräfin von CoselBekannt ist die Burg Stolpen vor allem als Verbannungsort von Anna Constanze Reichsgräfin von Cosel (1680-1765). Die berühmte Mätresse Augusts des Starken wurde, nachdem sie am sächsischen Hof in Ungnade gefallen war, nach Stolpen verbannt, wo sie von 1716 bis zu ihrem Tod im Jahr 1765, also 49 Jahre lang, lebte.


Bild: Anna Constanze Reichsgräfin von Cosel - "Gräfin Cosel" (Gemälde auf Burg Stolpen)


Die Reichsgräfin von Cosel überlebte in Stolpen nicht nur Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (August den Starken, zugleich König August II. von Polen; starb im Jahr 1733), sondern auch noch dessen Sohn und Nachfolger Friedrich August II. von Sachsen (zugleich König August III. von Polen; starb im Jahr 1763). Von ihren ersten Wohnorten auf der Burg, dem Hochschloss, dann dem Zeughaus, sind nur noch Reste vorhanden. Ihr späterer Wohnort, der Johannisturm ("Coselturm"), blieb dagegen erhalten und gehört zu den Attraktionen der Burg. Das Grab der Gräfin entdeckte man im Jahr 1881 in den Burgkellern unter der Burgkapelle.

Blick auf das Coselgrab in der Kapelle von Burg Stolpen

Bilder: Blick auf das Coselgrab in der Ruine der Burgkapelle (die Grabplatte, unter der sich die Gruft befindet, ist unten rechts im Bild zu sehen; im Bildhintergrund der Siebenspitzenturm); unten: Gedenkstein für Gräfin Cosel und Gedenkplatte über dem Coselgrab in der Burgkapelle


Gedenkstein und Grabplatte für Gräfin Cosel in der Kapelle von Burg Stolpen


Die Bauwerke im Umkreis der 4 Burghöfe der 220 m langen Burganlage blieben zum Teil nur als Ruinen erhalten. Recht eindrucksvoll zeigen sich die noch vorhandenen Türme aus der Zeit um 1500: der Siebenspitzenturm, der Schösserturm, der Seigerturm und der Johannisturm (Coselturm).

Seit die Burg Stolpen im Jahr 1877 für Besucher freigegeben wurde, ist sie ein beliebtes Ausflugsziel. Das seit mehr als 100 Jahren bestehende Burgmuseum präsentiert in mehr als 20 historischen Burgräumen und -kellern historische Ausstellungsstücke wie z. B. Waffen und Rüstungen sowie Folter- und Prangerwerkzeuge. Historische Innen­einrich­tungen sind in den Gewölben der Burgkeller, in der Hauptwache, im Marstall, in der Folterkammer, im Gerichtssaal, in den Wohnräumen der Gräfin Cosel im Johannisturm (mit einer kleinen Cosel-Ausstellung) und im Heilkräuterlabor der Kurfürstin Anna zu besichtigen.

Ausstellung auf Burg Stolpen - Arbeitsplatz eines Burgbeamten

Bild: Arbeitsplatz eines Burgbeamten


Ausstellung auf Burg Stolpen - Utensilien des Kräuterlabors

Bild: Ausstellung im Kräuterlabor (im Siebenspitzenturm)


Burgschmiede - Ausstellung im 3. Hof der Burg Stolpen

Bild: Burgschmiede (im 3. Burghof)



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